Yvonne Koch...

The crass contrast

Es gab einen Moment bei dieser Reise, der war dermaßen absurd, ja fast schon schizophren, dass ich lange daran zu knabbern hatte. Morgens zwängte ich mich noch durch glitschige, versifft Durchgänge in einem Slum, erlebte Menschen, die auf engstem Raum miteinander lebten, oft mit löchriger Kleidung, ohne Schuhe und mit ausgehöhlten Wangen. Und am gleichen […]

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Migrant workers – Wanderarbeiterinnen

Warum Menschen in Bangladesch ihr Heimatdorf verlassen müssen, hab ich ja in Char Charita Bari im Norden von Bangladesch erfahren (siehe Blog-Artikel vom 30.11.2015 https://yvonnekoch.wordpress.com/2015/11/30/zwischen-den-wassern/). Jetzt hab ich die Chance, mich mit Frauen zu treffen, die ihre Heimat verlassen haben, sogenannte migrant workers – Wanderarbeiterinnen. Eine Freundin bringt mich in einen der Slums, die mittlerweile […]

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The mystery of Hilsha fish

Immer wieder werde ich in Bangladesch gefragt: „Do you like Hilsha fish?“ Und irgendwie habe ich dabei immer den Eindruck, dass diese Frage so eine Art Test ist. Als ob meine Antwort darüber entscheiden würde, ob ich nur als stinknormaler Gast in diesem Land angesehen werde oder als Liebhaber und Kenner der bengalischen Seele. Deshalb […]

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The third gender

Das auffälligste an der jungen Frau, die mich abholt, ist, dass sie relativ westlich gekleidet ist: Eine blütenweiße Leggin mit einer schwarz-rot-weißen Tunika, Pagenschnitt-Frisur und roten Hänge-Ohrringen. Sie bringt mich zum ‚office‘, zur Geschäftsstelle des Vereins ‚Bandhu‘. Der kümmert sich um sexuelle Minderheiten, vor allem aber um ‚Hijra‘ – so nennt man die Transgender in […]

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Razib’s wish

Es gibt in Bangladesch viele Dinge, die es eigentlich nicht geben dürfte. Kinderarbeit ist eins davon. Denn laut bengalischem Gesetz dürfen Kinder unter 14 Jahren nicht arbeiten. Aber das steht – wie so vieles – eben nur auf dem Papier. Tatsächlich schätzt die UNICEF, dass rund 5 Millionen Kinder zwischen 5 und 15 Jahren in […]

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A difficult decision

Die Anreise zum zweiten Dorf ist fast noch abenteuerlicher als die erste: Mit dem Motorrad geht es zum Teil über lange sandige Strecken, bei denen die Räder immer wieder abrutschen oder durchdrehen. Dann wieder durch schlammige Pfützen oder sogar kleine Flüsse, die ganz plötzlich auch tiefere Stellen aufweisen. Deshalb steigen wir sicherheitshalber vom Motorrad, krempeln […]

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Serious faces

Egal wohin wir kommen, sofort sind wir von Menschen umringt. Und das Gefühl, überall aufzufallen und offenbar wie ein Magnet zu wirken, ist seltsam….aber nie unangenehm. Denn wir werden zwar neugierig gemustert, aber nie berührt. Die Gesichter um uns herum wirken offen, abwartend, aber nicht fordernd. Meistens trauen sich die Kinder zuerst, uns auch anzusprechen. […]

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